Schuster, Vesna

In EU Wahl 2019by maheu

1. Haben Sie bereits in Ihrem Leben mit einer Schusswaffe geschossen?
Nein [0 Punkte]

2. Sind Sie, oder waren Sie jemals in den Bereichen Sportschießen, Waffensammeln, Jagen oder in der Feuerwaffenindustrie aktiv bzw. tätig?
Nein [0 Punkte]

3. Besitzen Sie ein waffenrechtliches Dokument und wenn ja, welches?
Nein [0 Punkte]

4. Besitzen Sie eine oder mehrere Schusswaffen und wenn ja, welche?
Nein [0 Punkte]

5. Bitte beschreiben Sie kurz, wie die EU-Feuerwaffenrichtlinie Jäger, Sportschützen, Sammler und Reservisten betrifft bzw. beeinträchtigt
Die EU-Feuerwaffenrichtlinie wurde in Österreich durch eine Reform des Waffengesetzes umgesetzt.
• Verbot von Magazinen großer Kapazitäten
• Definition von Sportschützen und die Möglichkeit über eine Periode von 20 Jahren bis zu 10 Waffen zu erwerben.
• Meldepflicht bei verdächtigen Transaktionen bei Waffenhändlern
• Vollautomatische Schusswaffe verbleibt in Kategorie A auch nach Umbau in halbautomatische Schusswaffe.
• Waffenverbot für Drittstaatsangehörige (Nicht EU-Bürger, z.B. Asylwerber)
• Waffenpass für Justizwachebeamte und Militärpolizisten ohne Bedarfsnachweis
• Erlaubnis für Schalldämpfer bei Jagdkartenbesitzer
• Erlaubnis zum Führen einer Faustfeuerwaffe für die Nachsuche bei Jagd [10 Punkte]

6. In welcher Weise haben Sie an der Entstehung der EU-Feuerwaffenrichtlinie mitgearbeitet, bzw. diese beeinflusst?
Durch verschiedene Abänderungsanträge. [10 Punkte]

7. Was ist Ihre generelle Meinung zur Entstehung der EU-Feuerwaffenrichtlinie und halten Sie ihre Auswirkungen für rechtstreue Staatsbürger für akzeptabel?
Die damals islamistischen Terroranschläge wurden als Gelegenheit genutzt. Unbescholtene Bürger wurden in die Nähe von Terroristen gerückt. Das Endergebnis ist zwar keine Verbesserung, aber man kann damit leben. Die ursprünglichen Überlegungen der EU-Kommission gingen noch viel weiter und hätten zu massiven Einschränkungen für Waffenbesitzer geführt. [7 Punkte]

Anmerkung Firearms United Österreich: für die Anmerkung, dass man mit den Änderungen leben könne, gab es Punkteabzug. 

8. Wie würden Sie idealerweise die Sicherheit in Bezug auf Feuerwaffen verbessern?
In Österreich haben wir ein hohes Maß an Sicherheit. Ich bin nicht der Meinung, dass wir hier eine Verschärfung des Waffenrechts benötigen. [10 Punkte]

9. Welche Voraussetzungen gelten heute in Österreich, wenn man legal eine Faustfeuerwaffe besitzen möchte? (Prüfungen bzw. Gesetzgebung)
Folgende:
• Mindestalter 21 Jahre
• Verlässlichkeit (bei Vorstrafen wegen bestimmter Delikte nicht gegeben)
• Psychologisches Gutachten
• Waffenführerschein [10 Punkte]

10. Welche Voraussetzungen gelten heute in Österreich, wenn man legal eine Langwaffe besitzen möchte? (Prüfungen bzw. Gesetzgebung)
Folgende:
• Kategorie C und D: Mindestalter „Abkühlfrist“, Legitimation, Eintragung ins Zentrale Waffenregister
• Wenige Modelle von halbautomatischen Sportgewehren werden als Kategorie B-Waffen eingestuft…gleiche Voraussetzung wie Faustfeuerwaffe [10 Punkte]

11. Wären Sie bereit, den Zugang zu den gefährlichsten Feuerwaffen zu verbieten, sofern eine breite Öffentlichkeit dies fordert? Falls ja, was definieren Sie als die „gefährlichsten Feuerwaffen“?
Kategorie A ist verboten, soll auch so bleiben. Bei Kategorie B und C macht es keinen Sinn, diese nach Gefährlichkeit abzustufen. [10 Punkte]

12. Unterstützen Sie das Führen von Feuerwaffen zum Zwecke der Notwehr bzw. Nothilfe für entsprechend geschulte, verlässliche und rechtstreue Bürger, wie dies zum Beispiel in Tschechien praktiziert wird?
Grundsätzlich ja. Ich nehme aber zur Kenntnis, dass es in Österreich keine Tradition in diese Richtung gibt. Die jetzige Regierung hat Militärpolizisten und Justizwachebeamten wieder das Recht auf einen Waffenpass und damit auf das Führen einer Schusswaffe auch außerhalb des Dienstes zugesprochen. [6 Punkte]

Anmerkung Firearms United Österreich: das Recht auf Selbstverteidigung (und damit auch auf dafür geeignete Werkzeuge, auch außerhalb der eigenen Wohnung) darf unserer Meinung nach kein Recht für einen elitären Kreis Ausgewählter sein, sondern muss grundsätzlich jeder Staatsbürgerin und jedem Staatsbürger (unter objektiven Voraussetzungen) zustehen. Ein bloßes Zurkenntnisnehmen der gegenwärtigen Unrechtslage führt zu keiner Verbesserung. Deshalb gab es hier Punkteabzüge.

13. Halten Sie die Anzahl bzw. Ausstattung der Schießstände in Ihrer Stadt bzw. Umgebung für ausreichend?
Eher begrenzt. [10 Punkte]

14. Sollte die Verfügbarkeit der „gefährlichsten“ halbautomatischen Waffen beschränkt werden, da diese zu viel Feuerkraft besitzen?
In Österreich sehe ich hier keinen Handlungsbedarf [10 Punkte]

15. Würden Sie sich für eine Überarbeitung des Waffenrechts mit dem Ziel, die illegale Verwendung von Feuerwaffen zu bekämpfen, einsetzen? Falls ja, welche Maßnahmen hielten Sie hier für geeignet?
Das könnten vor allem Maßnahmen im Strafrecht sein, etwa strengere Strafen für die Verwendung von illegalen Feuerwaffen bei einer Straftat. „Illegal“ heißt doch, das Waffenrecht an sich missachtend. Somit kann jede Verschärfung des Waffenrechts per Definition nichts an der Situation ändern. [10 Punkte]

16. Welche Kriterien sollte ein Antragsteller für eine Waffenbesitzkarte Ihrer Meinung nach erfüllen müssen?
Österreichs Lösung mit Mindestalter, Verlässlichkeit und Gutachten ist sinnvoll. [10 Punkte]

17. Befürworten Sie eine zeitliche Befristung von Waffenbesitzkarten bzw. Waffenpässen?
Nein. Ja zu regelmäßigen Überprüfungen. [8 Punkte]

Anmerkung Firearms United Österreich: unserer Meinung nach bringt die alle fünf Jahre stattfindende Überprüfung keinen Sicherheitsgewinn und stellt einen erheblichen und daher nicht rechtfertigbaren  Verwaltungsaufwand dar. 

18. Aus welchen Gründen sollte Ihrer Meinung nach Waffenbesitzkarten bzw. Waffenpässe entzogen werden (dürfen)?
Bei bestimmten Delikten bzw. Straftaten (z.B. Gewaltkriminalität), bei mangelnder Verlässlichkeit oder aus bestimmten gesundheitlichen Gründen. [10 Punkte]

19. Wie bewerten Sie den privaten Waffenbesitz in Bezug auf das Menschenrecht auf Schutz der körperlichen Unversehrtheit und des eigenen Lebens?
Mein Leben und meine körperliche Unversährtheit mit geeigneten Mitteln gegen Angreifer unter Berücksichtigung des Notwehrrechts verteidigen zu können, ist ein ganz wesentliches Recht eines unbescholtenen Staatsbürgers. [10 Punkte]

20. Versprechen Sie, sollten Sie gewählt werden, keinerlei Verschärfung des Waffenrechts als Panikreaktion auf kriminelle bzw. terroristische Vorfälle mit viel Medienecho zu unterstützen?
Die FPÖ hat sich immer für die Interessen rechtstreuer Waffenbesitzer eingesetzt und wird das auch weiterhin tun. [10 Punkte]

Gesamtpunkte: 151